Altbekannt oder außergewöhnlich?

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Sollten Eltern ihrem Spross heute lieber altbekannte Vornamen geben? Oder doch eher extravagante, ja vielleicht gänzlich unbekannte?
 
In einer sich individualisierenden Gesellschaft werden auch individuelle Vornamen immer beliebter. Eltern geben so ihren Ansprüchen und Hoffnungen Ausdruck, ihr Kind möge ein außergewöhnliches Leben führen.

Hört ein Kind seinen seltenen Vornamen – ob in der Schule, im Sportverein oder auf der Straße –, kann es davon ausgehen, auch gemeint zu sein. Und kommt es dann doch einmal vor, dass ein anderes Kind auf dem Spielplatz auf denselben Namen hört, wechseln Eltern oft prüfende Blicke, schauen sich Kinder verwundert an, vielleicht wird geschmunzelt, vielleicht wird das Gespräch gesucht.

Ein ausgefallener Vorname kann aber auch eine Belastung für ein Kind sein, ja es könnte wegen seines Vornamens zum Außenseiter werden.
Eltern, die ihren Kindern lieber altbekannte, übliche Vornamen geben, sind oft traditionsbewusst, suchen Einklang und Harmonie, denken meist praktisch: leicht zu merken soll er sein, keine Fragen aufwerfen. Sie scheuen Experimente, wollen ihr Kind nicht mit einem ausgefallenen Namen konfrontieren, wünschen sich Natürlichkeit.
Ob nun altbekannt oder außergewöhnlich, wichtig ist letztlich vor allem, dass sich ein Kind mit seinem Vornamen identifizieren kann, ihn annimmt. Werdende Eltern sollten bemüht sein, sich in Ihr noch ungeborenes Kind hineinzuversetzen, sich fragen, ob es mit diesem Vornamen wohl glücklich werden könnte. Nie aber sollten sie sich für einen Vornamen entscheiden, der nur Ausdruck des eigenen Wunsches nach Selbstverwirklichung ist.
 
 

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