Auf rechtliche Bestimmungen achten

Das Vornamensrecht

Namensgebung-Vorname-Recht
 
In Deutschland ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgeschrieben, dass Eltern den Namen für ihren Nachwuchs selbst bestimmen dürfen. Auch in der Schweiz (Zivilstandsverordnung) und in Österreich (Personenstandsgesetz) liegt das Recht für die Namensgebung bei den Eltern. Das heißt aber nicht, dass jeder Wunsch gleich als Name akzeptiert werden muss, hierzulande gibt es –anders als beispielsweise in den USA – strenge Richtlinien:
 
•   Der Name muss auf das Geschlecht der Person schließen lassen. Ist dies beim Erstnamen nicht ohne weiteres möglich, ist ein zweiter, dann eindeutiger Vorname erforderlich. Übrigens: Lediglich Maria ist als Mädchenname für Jungen zulässig, allerdings nur als Zweitname.
 
•   Der Vorname muss als solcher auch erkennbar sein. Wird nicht deutlich, dass der gewünschte Name ein Vorname ist, kann er abgelehnt werden. Obgleich diese Vorgabe mehr und mehr aufweicht, so werden heute beispielsweise Vornamen, die an Tiere und Pflanzen erinnern, häufig akzeptiert. Familiennamen aber werden als Vornamen nicht anerkannt.
 
•   Hat der gewünschte Name Ähnlichkeit mit einem Ding, einer Sache oder einer Sinnlosigkeit, wird der Name in der Regel abgelehnt.
 
•   Lässt der Name anstößige Vergleiche zu oder sind Diskriminierungen wegen des Namens möglich, wird er ebenfalls abgelehnt.
 
•   Die Anzahl der Vornamen ist wage begrenzt. Mehr als fünf oder sechs werden für gewöhnlich nicht akzeptiert.
 

•   Auch eine Standesbezeichnung (Prinzessin beispielsweise) wird als Vorname nicht akzeptiert.

 

Da der Name des Kindes letztlich auf dem Standesamt beziehungsweise auf der Personenstandsbehörde in das Geburtenbuch beziehungsweise in das Personenstandsbuch eingetragen werden muss, liegt es bisweilen am Gutdünken des jeweiligen Beamten, der jeweiligen Beamtin, ob der gewünschte Name akzeptiert wird.
 
In Deutschland muss die Geburt eines Kindes dem zuständigen Standesamt spätestens eine Woche nach der Geburt mitgeteilt werden. In der Regel geschieht dies durch den Vater des Kindes, oder durch den Arzt oder die Geburtshelferin, oder durch die Mutter selbst, wenn sie zur Mitteilung wieder imstande ist. Spätestens vier Wochen nach der Geburt muss dem Standesamt der Name des Kindes mitgeteilt werden.
 
Auch in Österreich ist die Geburt des Kindes der zuständigen Personenstandsbehörde spätestens eine Woche nach der Geburt des Kindes mitzuteilen. Mitteilungspflichtig ist zunächst der Hospitalleiter, dann der Arzt oder die Geburtshelferin, dann Vater oder Mutter. Der Name des Kindes muss der Personenstandsbehörde spätestens vier Wochen nach der Geburt mitgeteilt werden.
 
In der Schweiz muss spätestens drei Tage nach der Geburt eines Kindes diese dem zuständigen Standesamt mitgeteilt werden. Auch der Name des Kindes muss dann angegeben werden, eine spätere Meldung ist nicht möglich.

 

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