Geld und Recht

Mutterschaftsgeld, Wochengeld, Mutterschaftsentschädigung

Mutterschaftsgeld, Wochengeld, Mutterschaftsentschädigung
Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht zu den finanziellen Leistungen, die Schwangere beziehungsweise Jungmütter in Deutschland, Österreich und der Schweiz von den zuständigen Stellen erhalten können.
 

Deutschland

Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen während der Schutzfrist (die Zeit vor und nach der Entbindung) ein Mutterschaftsgeld. Beantragt werden kann es frühestens sieben Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin. Nur die freiwillig- oder pflichtversicherten Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen erhalten es, die einen Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld haben.
Weiterhin muss die Schwangere in einem Arbeitsverhältnis stehen, um Anspruch auf das Mutterschaftsgeld zu haben. Hat der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft rechtens gekündigt, bewahrt sich die Schwangere ebenfalls den Anspruch auf das Mutterschaftsgeld. Zu beantragen ist es bei der jeweiligen Krankenkasse.

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes (höchstens 13 Euro je Kalendertag) errechnet sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsentgelt der letzten drei vollständig abgerechneten Kalendermonate (vermindert um die gesetzlichen Abzüge).

Mutterschaftsgeld des Bundesversicherungsamtes

Ist eine Arbeitnehmerin nicht in einer der gesetzlichen Krankenkassen versichert (weil sie vielleicht privat versichert oder familienversichert ist), erhält sie höchstens 210 Euro Mutterschaftsgeld, dieses muss bei der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes beantragt werden.
Gegebenenfalls gibt es auch einen Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld. Diesen gibt es, wenn der Nettolohn höher als 13 € je Kalendertag gewesen ist. Die Differenz muss der Arbeitgeber dann als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen.
 

Österreich

Wochengeld

Unselbstständig erwerbstätige Frauen haben in Österreich während der Schutzfrist einen Anspruch auf Wochengeld (die Schutzfrist beginnt acht Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet acht Wochen nach der Geburt). Verkürzt sich die Frist vor der Entbindung, so erfolgt eine Verlängerung der Schutzfrist nach der Geburt (bis auf 16 Wochen).
 
Errechnet wird das Wochengeld gemäß dem Durchschnittseinkommen der letzten drei Kalendermonate. (Die gesetzlichen Abzüge und das Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden berücksichtigt). Der Antrag auf das Wochengeld ist bei der jeweiligen Krankenkasse zu stellen.
 
Anspruch auf das Wochengeld besteht auch dann, wenn zu Beginn der Schutzfrist Arbeitslosengeld, Kinderbetreuungsgeld oder eine sonstige Leistung aus der Arbeitslosenversicherung bezogen wird. In etwaigen Fällen kann die Frau das Wochengeld auch dann erhalten, wenn sie während eines Arbeitsverhältnisses schwanger geworden ist beziehungsweise Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen hat und dieses Arbeitsverhältnis oder der Leistungsbezug vor Eintritt der Schutzfrist endete.
 
Ist die Schwangere geringfügig beschäftigt, ist es möglich in der Pensions- und Krankenversicherung eine Selbstversicherung zu beantragen. Ihr Anspruch auf Wochengeld ist dann 8, 22 Euro täglich.
 

Betriebshilfe

Selbstständige Frauen, die nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) in der Krankenversicherung pflichtversichert sind und Bäuerinnen, die nach dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG) versichert sind, bekommen während der Schutzfrist eine Ersatzarbeitskraft bewilligt oder eine Geldleistung von 26,97 € je Tag.
Anträge sind bei der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft beziehungsweise bei der Sozialversicherung der Bauern zu stellen.
 

Schweiz

Mutterschaftsentschädigung

In der Schweiz haben Frauen einen Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung, wenn sie im Sinne des AHV-Gesetzes vor der Geburt des Kindes mindestens neun Monate versichert gewesen und fünf dieser neun Monate einer Beschäftigung nachgegangen sind. Anspruchsberechtigt ist jede Frau, die in der Schweiz arbeitet oder ihren Wohnsitz hat.
Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung endet 98 Kalendertage nach der Entbindung. Die Mutterschaftsentschädigung beträgt 80 Prozent des Einkommens, maximal jedoch 196 Schweizer Franken täglich.
Zu beantragen ist die Mutterschaftsentschädigung über den Arbeitgeber bei der jeweiligen AHV-Ausgleichskasse, oder direkt bei der AHV-Ausgleichskasse.
Nimmt die Mutter vor Ablauf des 14-wöchigen Mutterschutzes eine Tätigkeit auf, verliert sie automatisch ihren Anspruch auf das Mutterschaftsgeld.
 
Quellen:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (www.bmfsfj.de)
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie, und Jugend (www.bmwfj.gv.at)
Bundesamt für Sozialversicherungen (www.bsv.admin.ch)
 
 
 
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