Ein lebenswichtiges Spurenelement 

Eisenmangel

 
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Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, es wird im Körper vorwiegend zur Blutbildung (Hämoglobin-Synthese) verwendet. Anzeichen für einen Eisenmangel sind Müdigkeit und Schlafstörungen, eingerissene Mundwinkel, Haarausfall und stumpfe Haare, spröde und rissige Fingernägel, trockene und blasse Haut, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen.
 
 

Eisen im Organismus

Eisen ist ein Spurenelement. Spurenelemente sind Stoffe, die im Körper nur in kleinsten Mengen vorkommen, dennoch sehr wichtige Aufgaben haben. Sie können vom Organismus nicht selbst gebildet und müssen daher über die Nahrung zugeführt werden. Vom aufgenommenen Eisen wird die benötigte Menge an die Blutbahn abgegeben, die restliche Menge in den Speichern der Milz, Leber und im Knochenmark gelagert. Das meiste Eisen wird zur Blutbildung (Hämoglobin-Synthese) benötigt. Hämoglobin ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffes und sorgt für den Transport des Sauerstoffs aus den Lungen zum Gewebe. Vor allem im Magen-Darm-Kanal verliert der Organismus täglich 1 bis 2 mg Eisen, Frauen verlieren deutlich mehr, mit jeder Regelblutung 10 bis 30 mg.

Wie entsteht Eisenmangel?

Wird der Eisenbedarf von der Nahrung nicht mehr gedeckt, wird das gespeicherte Eisen dem Organismus zur Verfügung gestellt. Damit kommt es zu einer langsamen Entleerung der Speicher und somit zu einem frühen Stadium des Eisenmangels. Sind die Speicher leer, wird bei einem weiteren Eisenmangel die Bildung des Blutfarbstoffes und der roten Blutkörperchen vermindert; dies ist das sichtbare Stadium des Eisenmangels und wird Anämie (Blutarmut) genannt.
 
 

Die Ursachen für Eisenmangel

Die Gründe für einen Eisenmangel können verschiedenster Art sein: Blutverlust durch Menstruation oder unzureichende Eisenzufuhr durch die Nahrung, beispielsweise bei vegetarischer Ernährung oder Diät. Nach der Entfernung von Magen- oder Darmabschnitten ist die Eisenaufnahme vermindert, was auch zu einem Eisenmangel führen kann. Kinder und Mädchen in der Pubertät haben einen höheren Eisenbedarf, wird dieser nicht gedeckt, kann auch das zu einem Eisenmangel führen. Blutverluste durch Regelblutung, Blutspenden, Operationen und Unfälle begünstigen den Mangel ebenso.
 
 

Die richtige Ernährung

Um Eisenmangel vorzubeugen beziehungsweise Eisenmangel zu beheben, sollten entsprechend Lebensmittel mit hohem Eisengehalt eingenommen werden. Eisen ist in tierischen Nahrungsmitteln wie Leber, Eidotter, Wild und Kaviar, in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse, Nüssen, Brot, Möhren, Kartoffeln und Sojaprodukten enthalten. Der Körper benötigt für eine ausgeglichene Eisenbilanz zwischen 0,5 und 2 mg Eisen täglich, es muss jedoch etwa die zehnfache Menge an Eisen zugeführt werden, da nur ein Teil des Eisens verwertbar ist und der Körper auch nur einen Teil des Eisens aufnimmt.
 
 

Eisenreiche pflanzliche Nahrungsmittel (je 100 g)

Dunkles Brot – 2 mg
Grüner Salat – 1 mg
Möhren – 8 mg
Nüsse – 2,7 mg
Müsli – 3 mg
 
 

Eisenreiche tierische Nahrungsmittel (je 100 g)

Wild – 4 mg
Kalbsleber – 8 mg
Eier – 2,1 mg
 
 

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